Die Dorfbewohner

Die Einwohner waren in erster Linie Untertanen des Domkapitels. Als Mitglieder der dörflichen "gemain" mussten sie in einem förmlichen Akt dem Vogt huldigen und sich seiner Herrschaft unterwerfen. Es war bei Strafe verboten, Personen in das Haus aufzunehmen z.B. Dienstboten aus der näheren Umgebung, die nicht vorher diese Huldigung geleistet hatten.

Huldigung:

" Es soll auch alle Bauern und Köbler darob und
daran sein, daß ihre Söhn, so sie zue ihren Jahren kommen,
auch alle Knecht von Stund an, so sie angenommen
werden dem Vogt zu Wolferstadt oder den Vierern Vogtpflicht thun "

"Item es soll keiner keinen Hausgenossen ohne
Erlaubtnis einnehmen, Er habe denn dem Vogt wie
gebürth Huldigung gethan bey Straf aines Gulden
dem Vogt ain Orth, dem Amtsknecht fünf Creuzer"

Nachrecht:

Andererseits konnte niemand ohne weiteres aus dem Dorf wegziehen, etwa nach Wemding. Er musste zuvor einen Bürgen finden, der für ihn die eingegangenen Vogtspflichten (Frondienste) verrichtete und für eventuelle Zahlungsrückstände aufzukommen hatte. Im Zweifelsfalle konnte er innerhalb eines Jahres wieder zurückbeordert werden. Nach einem Jahr allerdings war er frei von allen Verpflichtungen.

"Es soll keiner ,so hinter der Hofmarkherrschaft
, aus dem Dorf oder Gericht ziehen, er verbürge denn
seine Nachrecht hinter sich ein Jahr lang bey
Straf zwayer Gulden, dem Vogt zehen Kreuzer"

Neuansiedlung:

Der Ansiedlung weiterer Anwesen war durch den festgelegten Hofmarkbereich und der vorhandenen Bewirtschaftungsfläche Grenzen gesetzt. Wer sich in Wolferstadt niederlassen wollte, musste deshalb die Genehmigung des Vogtes einholen.

"Es soll auch keiner auf die gemeindt bauen ohne
Bewilligung der Hofmarkherrschaft, damit
der Ehehaft und der Herrschaft nichts entzogen
werde. Welcher solches übertritt, der soll in gemelter
Hofmarksherrschaft Straff sein"


Ein Blick in die Vergangenheit Geschichte der Pfarrei Der Roemerstein von Wolferstadt Hagau Das Ehehaftbuch von 1571 Franzosen in Wolferstadt Geschichtliches von Zwerchstrass
Sühne für Mord und Totschlag Anwesen und deren Besitzer im 19.Jahrhundert Gefallen für...............

Wolferstadt im Licht der Ehehaft von 1571

Geschichte der Schule

Kapelle

Quellen der Geschichte: Gemeinderechnungen

Wolferstadt im Lichte der Ehehaft von 1571

Einleitung
Was bedeutet "Ehehaft"?
Neufassung von 1571
Fürstentum Neuburg
Das Domkapitel
Der Bereich der Hofmark
Die Bewohner
Allmende
Feldfrevel, Viehschäden, Zaunschäden, Gewässer
Weideordnung, Viehhirte, Zuchtviehhaltung, Nachtweide
Kastner - Richter - Vogt
Das ""Baugeding": Einberufung, Teilnahme
Dorf-, Pacht- und Gerichtsversammlung
Gerichtspersonen: Vereidigung
Die Vierer
Der Meier
Der Flurer
Hohe und Niedere Gerichtsbarkeit
Das Dorfgericht:
Innere Sicherheit: Waffen, Bedrohungen, Hausfrieden, Gottesläserung
Strafvollzug vor Ort
Ehehaftgwerbe: Maße und Gewichte-Dorfwirtschaften
Dorfmetzger-Tanzplatz -Dorfbader - Müller
Feuerschutz
Epilog, Schluss