Das Fürstentum Neuburg

Gründungsgeschichte:

Die Pfalz-Neuburg ist aus einem Familienzwist der Wittelsbacher um das Erbe des Herzogs von Landshut entstanden. Nachdem Herzog Georg der Reiche ohne männliche Nachkommen war und er seine Tochter Elisabeth als Nachfolgerin bestimmt hatte, kam es nach seinem Tode zum Krieg, dem "Landshuter Erbfolgekrieg" zwischen Herzog Albrecht von München und dem Schwiegersohn Georgs, dem Pfalzgrafen Ruprecht von der Pfalz. Um den unseligen Streit zu beenden, wurden durch Schiedsspruch des Kaisers Maximilian im Jahre 1505 aus dem Nachlass Herzog Georgs Gebiete abgetrennt und für die beiden Söhne Elisabeths, Ottheinrich und Philipp, ein neues Fürstentum geschaffen, die "Junge Pfalz" oder Pfalz-Neuburg.

Ottheinrich
Philipp

Graisbach/Monheim:

Dazu zählte u.a.das Gebiet des Landgerichtes Graisbach/Monheim. das damals einen Großteil des späteren Landkreises Donauwörth umfasste.Es ging aus der ehemaligen Grafschaft Graisbach hervor, wozu auch Wolferstadt gehörte. Nach dem Aussterben der Graisbacher kam die Grafschaft im 14. Jahrhunderts an die Wittelsbacher und schließlich 1505 zur "Jungen Pfalz-Neuburg." Das Landgericht war nicht nur Gerichtssprengel sondern auch ein Verwaltungsbezirk. Oberster Beamter war der Landrichter. Er übte als Statthalter des Pfalzgrafen nicht nur richterliche Gewalt aus, sondern nahm auch wesentliche Hoheitsrechte und administrative Aufgaben wahr. Sein Sitz war zunächst die Burg Graisbach, wurde aber 1525 nach Monheim verlegt. Rechtsnachfolger dieses Landgerichts war bis 1958 das Amtsgericht Monheim. Der letzte Amtsrichter von Monheim war Dr.Popp, unser ehemaliger Landrat.

Die ersten Regenten :

Ottheinrich:

Erster Regent des neuen Fürstentums war Ottheinrich. Die wichtigste und folgenreichste Entscheidung für sein Fürstentum war die Einführung der Reformation. Dies musste zwangsläufig zu Reibereien mit Eichstätt u.a.auch wegen der domkapitelschen Besitzungen hier in Wolferstadt führen.

Wolfgang:

Nach dem Tode Ottheinrichs 1559 folgte sein Vetter Pfalzgraf Wolfgang von Zweibrücken. Er war ein glühender Verfechter des Protestantismus. In seiner Regierungszeit kam es zu dem bekannten "Bildersturm" und anderen Übergriffen auf unsere Pfarrkirche, was die Spannungen mit dem Domkapitel weiter verschärfte.

Philipp Ludwig:

Als letzter evangelischer Fürst von Pfalz-Neuburg trat 1569 Pfalzgraf Philipp Ludwig die Regierung an. Er war es, der mit dem Domkapitel eine vertragliche Übereinkunft über Wolferstadt aushandelte, die in der Neufassung der "Wolferstattischen Ehehaft"von 1571 ihren Niedersachlag gefunden hat..

Wolfgang Wilhelm:

Unter Wolfgang Wilhelm Wilhelm wurde 1616 im Fürstentum Neuburg die Gegenreformation durchgeführt, nachdem er 1613 die katholische Schwester des Bayernherzogs Maximillian geheiratet hatte. Wolferstadt wurde damit wieder katholisch.
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Anwesen im 19.Jh. Gefallen für ... Wolferstattische Ehehaft Schule Kapelle Gemeinderechnungen

Wolferstadt im Lichte der Ehehaft von 1571

Einleitung
Was bedeutet "Ehehaft"?
Neufassung von 1571
Fürstentum Neuburg
Das Domkapitel
Der Bereich der Hofmark
Die Bewohner
Allmende
Feldfrevel, Viehschäden, Zaunschäden, Gewässer
Weideordnung, Viehhirte, Zuchtviehhaltung, Nachtweide
Kastner - Richter - Vogt
Das ""Baugeding": Einberufung, Teilnahme
Dorf-, Pacht- und Gerichtsversammlung
Gerichtspersonen: Vereidigung
Die Vierer
Der Meier
Der Flurer
Hohe und Niedere Gerichtsbarkeit
Das Dorfgericht:
Innere Sicherheit: Waffen, Bedrohungen, Hausfrieden, Gottesläserung
Strafvollzug vor Ort
Ehehaftgwerbe: Maße und Gewichte-Dorfwirtschaften
Dorfmetzger-Tanzplatz -Dorfbader - Müller
Feuerschutz
Epilog, Schluss