Der Strafvollzug vor Ort

Maßgebend für den Strafvollzug waren die Bestimmungen der Ehehaft und das in der Frevelordnung festgelegte Strafmaß. Vergehen, die mit Gefängnis geahndet wurden, mussten in einer dunklen Zelle im Zehentstadel verbüßt werden. Verantwortlich für die sichere Verwahrung der Häftlinge war der Amtsknecht. Er hatte auch das Procedere des Strafvollzugs der des Schandens und Schmähens Verurteilten zu organisieren und zu leiten.

Honorar des Amtsknechts:

Für diese Tätigkeiten hatte er Anspruch auf ein Honorar, das von den jeweiligen Delinquenten zu entrichten war.
Im einzelnen erhielt der Amtsknecht

1.von einer Weibsperson dahier in die Geige schlagen 17 Kreuzer,
von einer auswärtigen 34 Kreuzer.

2.um eine Hiesige oder Fremde in der Geige nachher ins Haus oder aus dem Dorf zu führen
17 Kreuzer.

3.Für eine Person an die Schandsaul stellen 17 Kreuzer.

4. Wenn ein Bursche nach der Abschaffzeit (Sperrstunde) im Wirtshaus oder auf der Gasse
sich ungebührlich aufführt 17 Kreuzer Gassengeld.

5. Für Arrestieren 8 Kreuzer 4 Heller,
von einem Fremden 17 Kreuzer.

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Wolferstadt im Lichte der Ehehaft von 1571

Einleitung
Was bedeutet "Ehehaft"?
Neufassung von 1571
Fürstentum Neuburg
Das Domkapitel
Der Bereich der Hofmark
Die Bewohner
Allmende
Feldfrevel, Viehschäden, Zaunschäden, Gewässer
Weideordnung, Viehhirte, Zuchtviehhaltung, Nachtweide
Kastner - Richter - Vogt
Das ""Baugeding": Einberufung, Teilnahme
Dorf-, Pacht- und Gerichtsversammlung
Gerichtspersonen: Vereidigung
Die Vierer
Der Meier
Der Flurer
Hohe und Niedere Gerichtsbarkeit
Das Dorfgericht:
Innere Sicherheit: Waffen, Bedrohungen, Hausfrieden, Gottesläserung
Strafvollzug vor Ort
Ehehaftgwerbe: Maße und Gewichte-Dorfwirtschaften
Dorfmetzger-Tanzplatz -Dorfbader - Müller
Feuerschutz
Epilog, Schluss