Thomas Kraus

Obergefreiter in einem Panzerjäger Regt.
* 7. Okt. 1918 in Wolferstadt
+ in russ.. Gefangenschaft
am 26 Sept. 1946

Auszug aus einem Brief des Kriegers Andreas Leinfelder von Monheim,den dieser am 9.1.1947 von Tuapse aus an seine Eltern schrieb.

„Bin am 3. 9. 1944 in die Gefangenschaft gekommen bei Ohnestie (Rumänien), kam dann in die Durchgangslager Bakan und Roman. Am 12.10. kamen wir in die Stadt Armavir (Kuban). Dort verbrachten wir den Winter und kamen im März 1945 nach Tuapse.

Am Schluß des Briefes schreibt er:

„Nun will ich Euch noch Näheres berichten über meinen Kameraden Thomas Kraus. Wir beide lernten uns in der Gefangenschaft in Aramvir kennen. Ich hatte damit einen Kameraden gefunden, wie ich seit Verlassen der Heimat vor 7 1/2 Jahren noch keinen hatte. Wir beide lebten brüderlich und hatten uns in dieser schweren Zeit immer auf gesunden Wegen durchgeschlagen. Er war stets bei und mit mir, ob bei der Arbeit oder sonstwo bis zum 12.9.1946. An diesem Tag überfiel ihn die schwere Krankheit (Typhus), der er am 26.9.1946, früh 7 Uhr im hiesigen Lagerlazarett erlegen ist. Er wurde am selben Tage von mir und 5 Kameraden beerdigt. Schwer ist dieses Leid für seine Angehörigen. Ich übersende Ihnen hiermit mein herzliches Beileid.“

Was dieser Krieger Leinfelder über Thomas Kraus und seinen Tod schrieb, bestätigt auch der Krieger Georg Ploch in einem Brief, den er am 17.8.47 an Familie Kraus geschrieben hat. Er fügte noch bei, daß Thomas Kraus der erste verstorbene Kriegsgefangene war, der einen Sarg bekam
Dieser Ploch gab auch folgende schriftliche eidesstattliche Erklärung ab

„Ich bestätige hiermit an Eides statt, daß der Kriegsgefangene Thomas Kraus im Jahre 1946 am Schwarzen Meer im Lazarett seiner schweren Krankheit erlegen ist.“


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