Anton Lindig

verunglückt am 11. Mai 1946
in franz. Gefangenschaft, 23 Jahre

Mitteilung über seinen tödlichen Unfall
und seine Beisetzung im Heldenfriedhof zu Marigny

Als Küster im Namen der Pfarrei habe ich die traurige Pflicht Ihnen mitzuteilen, daß Ihr Sohn Anton, geb. 13.2.23 am 11.5.46 11.30 Uhr als ein guter Kamerad aus unserer Mitte rausgerissen worden ist. Er ist verunglückt am Bahnhof Lassay. Sofort waren Ärzte zur Hilfe, um Wiederbelebungsversuche zu machen, aber leider ohne Erfolg. Nach 2 Stunden gaben sie es auf. Am 15. August 1944 wurde er gefangen genommen und verbrachte im Verein einer Arbeitscompagnie. 319519908 war seine Gefangenennummer. Sein Totenamt und Begräbnis seitens von unseren Kameraden war am 14.5.46. So habe ich auch veranlaßt, ihm einen Sarg zu machen, was somit auch gemacht worden ist. Er wurde beigesetzt auf dem Heldenfriedhof Marigny von einem H.Pater Wolfgang Hilmer von einem anderen Lager, weil wir selbst keinen Pfarrer besitzen. Auch haben wir feststellen können, daß Ihr Sohn auf Ostern zum Tisch des Herrn gegangen ist. So werden die himmlischen Heerscharen seine Seele aufgenommen haben in das Paradies der Ewigkeit. Möge doch der Herr den einen Sohn zurückbringen, der nun vermißt ist, damit daß dieses tragische Geschick nicht so schwer fallen wird von einem lieben Sohn und Bruder Anton.

Ihnen und Ihren Angehörigen wünsche ich allen Trost, den das Schicksal Ihnen zuwenden mag.
K. Anton Augl
22a Wesseling/Köln.




Bericht von einem Kameraden

Lindig Anton ist verunglückt am Bahnhof Lassay am 11. Mai 1946 um 11.30 Uhr. Ein Hebekran war an einer Hochspannungsleitung eingesetzt und Anton stieg auf den Hebekran. So stellte er die Verbindung her zwischen Erde und Starkstrom und fiel dann sofort tot zu Boden. Nach kurzer Zeit waren 5 Ärzte zur Stelle und machten Wiederbelebungsversuche, aber vergeblich. Das Begräbnis war am 14. Mai 1946; um 15 Uhr war Totenamt und gleich danach fuhren wir auf den Friedhof. Die Leiche wurde auf einem Rot-Kreuz-Wagen gefahren; dann kam ein Auto mit dem Pfarrer, danach 10 LKW mit Kameraden. 250 bis 300 Mann nahmen an der Beerdigung teil; ich selber war auch dabei. Der Geistliche hielt eine schöne Grabrede sowie auch der Lagerführer Seger. Am Tage der Beerdigung hatte die ganze Kompanie frei. Anton war ein braver, sehr guter Kamerad und sehr beliebt. Er war am Sonntag vorher bei der hl. Beichte und bei der hl. Kommunion.. Auch an Ostern hatte er seine Christenpflicht erfüllt.

Kamerad Michael Jäger

Gemach Hs.Nr. 21


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