4-Durch "Fleiß und Bemühungen" des Pfarrers
und "Beihilf unterschiedlicher Guetthäter"

Über den Bau gegenwärtiger Kapelle heißt es in einer Inschrift am Hochaltar :

„Anno 1702 Ist dieße Capell von Grundt Auff gefiert
durch fleiß und bemiehungen deß wohl Ehrwirdigen und Hochgelehrten herrn Licenciat Johann Bayr der Zeit pfarrer zu wolferstatt, durch beyhilff unterschiedlicher guettäter von welichen alle Auff Gegangne uncosten durch gemelten herrn pfarrer seint ersamblet und aufgebracht worden.“

Es handelt sich also zweifellos um einen Neubau, „von Grundt Auff gefiert“, mit dem man im Jahre 1702 begann.

Dass im Jahre 1710 die Kapelle fertiggestellt und feierlich eingeweiht werden konnte, zeugt von der Kraft des Glaubens, aber auch von einer gewissen Wohlhabenheit der Wolferstädter, denn man konnte dank der reichlich fließenden Spenden die Kapelle größer und aufwändiger erstellen als ursprünglich geplant war.
Initiator war nicht etwa das Domkapitel, das als Orts- und Patronatsherrschaft eigentlich für alle religiösen Belange und somit auch für den Bau von Gotteshäusern zuständig war. Es war der Ortspfarrer, dem es gelang, die Bevölkerung für das Projekt zu begeistern und die Spendenfreudigkeit anzuregen. Der desolate Zustand der Pfarrkirche, die Untätigkeit des Domkapitels in Sachen Sanierung, vielleicht auch die „lutherische Vergangenheit“ von St. Martin während der Reformationszeit (1542 – 1616),die Kriegsnöte der Zeit und nicht zuletzt die Lage von St. Martin auf der beschwerlich zugänglichen Höhe waren für die Wolferstädter überzeugende Argumente für einen Neubau im Tal.

nächste Seite:
Religiöser Aufschwung

Wolferstadt Pfarrei Roemerstein Hagau Ehehaftbuch Franzosenzeit Zwerchstrass Sühnesteine
Anwesen im 19.Jh. Gefallen für ... Wolferstattische Ehehaft Schule Kapelle Gemeinderechnungen
St. Laurentius

1. 300-Jahrfeier

2. Fürsprecher in Kriegsnöten
3. Vorgängerbau?
4. Pfarrer Bayr und Guttaeter
5. Religiöser-Aufbruch
6. St. Laurentius im Tal
7. Barocker Glanz
8. Der Hochaltar
9. Das Altarbild
10. Die Schaetze der Kirche
11. Der rechte Seitenaltar
12. Aufwändige Stuckarbeiten
13. Die vier Wandbilder im Langhaus
14. Nazarener Fenster
15. Es geht um den Erhalt der Kapelle