Eine heidnische Kultstätte

Wolferstadt wird zwar erst 1144 das erste Mal urkundlich erwähnt, doch bezeugen archäologische Befunde in der näheren Umgebung eine frühe Besiedlung, die bis in die Kelten- und Römerzeit zurückreicht.
Besiedlungsgeschichtlich von besonderer Bedeutung ist der östliche Hang des Wolferstädter Kirchbergs.

Ein alemannisches Reihengräberfeld , das im Jahre 1927 unterhalb der heutigen Kirche entdeckt worden war, ist ein deutlicher Hinweis auf die Entstehung des Ortes zur Zeit der alemannischen Landnahme im 5./6.Jahrhundert. Die Höhe über dem Bestattungsplatz mit Blick nach Osten zur aufgehenden Sonne war in der Vorstellung der Menschen der damaligen Zeit ein Ort von sakraler Ausstrahlung, ein heiliger Bezirk.

Der im Untergeschoss des Kirchturms aufgefundene römische Grab- bzw.Weihestein erhärtet die Annahme, dass hier in vorchristlicher Zeit eine heidnische Kultstätte bestand, wo Weihe- und Opferhandlungen vorgenommen wurden.

Die Wahl des Standortes der späteren Kirche weitab vom besiedelten Tal auf der beschwerlich zugänglichen Höhe ist wohl in der langen Kulttradition, die dieser Stätte anhaftet, begründet.

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