Die Schule im Wandel

Im Frühjahr 1960 waren im Schwäbischen Schulanzeiger 2 Stellen an der Volksschule Wolferstadt zur Bewerbung ausgeschrieben. Eine Stellenausschreibung war mit dem Zusatz versehen „Organist erwünscht“, was im Klartext bedeutete, dass diese Stelle nur an einen Bewerber vergeben wird, der bereit und fähig ist, den Organistendienst an seinem künftigen Dienstort zu übernehmen. Da in der alten Lehrerbildung ( u.a. an der Lehrerbildungsanstalt in Lauingen) das Orgelspielen ein unabdingbarer Bestandteil der Ausbildung war, sahen die beiden Junglehrer Anselm Wiedemann und Gertrud Grünwald gute Chancen für eine Bewerbung um die beiden Schulstellen Ihren Anträgen wurde von der Regierung von Schwaben stattgegeben und die Versetzung von Zusamaltheim bzw.Gosheim nach Wolferstadt angeordnet. Gegen den Widerstand des damaligen Ortsgeistlichen, (der einen z.Zt. als Aushilfe eingesetzten kirchenmusikalisch versierten Lehramtsanwärter favorisierte) aber mit voller Unterstützung der Regierung von Schwaben trat das junge Ehepaar Wiedemann zu Beginn des Schuljahres 1960/61 seinen Dienst an. Der seit Mai 1960 amtierende Bürgermeister Martin Kleinle versprach ihnen die volle Unterstützung der Gemeinde .In den folgenden Jahren erwies sich die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sehr positiv. Nachdem die anfänglichen Unstimmigkeiten mit dem Pfarrer beigelegt waren, erwuchs auch hier schnell ein durchaus harmonisches Verhältnis, was u.a. in der langjährigen Tätigkeit Wiedemanns als Organist und Chorleiter in der Pfarrei zum Ausdruck kommt..
Mit RE (Regierungsentschließung) vom 22.11.1960 wurde das Lehrerehepaar Wiedemann in die Dienstwohnung im alten Schulhaus eingewiesen

Klassenbildung in 2 Gebäuden 1960/61

Klasse
Schülerjahrgang

Lehrkraft

Schüler Klassenzimmer

I

1./2.

Gertrud Wiedemann

35

unterer Schulsaal

II

3./4.

Anselm Wiedemann

37

altes Schulhaus

III

5./8.

Hans Sailer

50

oberer Schulsaal

Der allgemeine wirtschaftliche Aufschwung seit den 50-er-Jahren hat auch im Bereich des Volksschulwesens Impulse gesetzt. Städte und Gemeinden unternahmen gewaltige Anstrengungen, um ihre zum Teil recht maroden Schulhäuser zu sanieren oder durch Neubauten zu ersetzen. Landauf landab wurden neue Schulhäuser eingeweiht : so in Wemding, Harburg, Monheim, Gundelsheim, Gosheim oder Warching. In Wolferstadt erhielt die Schule neue Fenster und neue Türen. Im unteren Schulsaal wurde ein neuer Parkettboden verlegt und das alte Gestühl durch moderne Tische und Stühle ersetzt.
Unbefriedigend blieb jedoch nach wie vor die räumliche Unterbringung der drei Klassen (1./2. Jahrgang – 3/5.Jahrgang - 6/8. Jahrgang) in 2 Häusern, wobei der Schulsaal im alten Schulgebäude in keiner Weise den Anforderungen entsprach. Da die Entwicklung der Schülerzahlen in den folgenden Jahren deutlich eine steigende Tendenz aufwies und mit einer vierten Klasse zu rechnen war und damit die Schaffung eines weiteren Schulsaales unumgänglich wurde, musste eine grundlegende Neuorientierung ins Auge gefasst werden.


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Schulgeschichte

1.Schule im Mittelalter
2.Reformationszeit
3.Anfaenge am Ort
4.Allgemeine Schulpflicht
5.Rehmsche Schulstiftung
6.Werktagsschueler 1840
7.Mädchenschule
8.Schule-im-19. Jahrhundert
9.Erziehungs-und Unterrichtsprinzipien
10.Kleine-Schul-grosse-Schul
11.Schulbuaba und Schulmädli
12.Armes Dorfschulmeisterlein
13.Öffentliche Feste und Feiern
14.Laufbahn und Beoldung
15.Fassion von 1850
16.Verweser oder Lehrer?
17.1840 Ein neues Schulhaus
18.Bauvorbereitungen
19.Finanzierung
20.Sanierung oder Neubau?
21.Auf Heller und Pfennig
22.Schulhaus von 1889
23.Wasser fuer die Schule
24.Schwelle zum 20.Jahrhundert
25.Lehrer in Wolferstadt
26.Schule in der NS-Zeit
27.Mühsamer Neubeginn
28-Schule platzt aus allen Naehten
29.Fluechtlinge und Heimatvertriebene
30.Schule im Wandel
31.Schulhausbau 1963/64
32.Richtfest -Einweihung
33.Neuordnung des Schulwesens
34.Dienstwohnung des Lehrers