Mord und Sühne

Schwere Verbrechen, die in der Regel mit der Todesstrafe geahndet wurden, fielen in der mittelalterlichen Rechtsordnung in den Zuständigkeitsbereich der hohen Gerichtsbarkeit, die häufig in unserer Gegend als "Fraisch" bezeichnet und dem Landesherrn vorbehalten war. Dazu zählten vor allem die "4 Hohen Fälle":

Mord und Totschlag,
Brandstiftung,
Raub und schwerer Diebstahl
sowie Notzucht.

Abweichend davon wurde im 15. Jahrhundert ein Rechtsverfahren praktiziert, bei welchem Kapitalverbrechen durch einen Sühneakt geahndet wurden, der zwischen den Sippen des Opfers und des Täters ausgehandelt wurde. Auf diese Weise entging so mancher Mörder der drohenden Todesstrafe. Die auferlegte Sühne jedoch war eine Riesenlast, an der der Täter sein restliches Leben lang schwer zu tragen hatte.

Zwei Steinkreuze , sogenannte "Sühnesteine", auf Wolferstädter Flur künden von Mordtaten, die vor mehr als 500 Jahren hier geschahen.


Ein Blick in die Vergangenheit Geschichte der Pfarrei Der Roemerstein von Wolferstadt Hagau Das Ehehaftbuch von 1571 Franzosen in Wolferstadt Geschichtliches von Zwerchstrass
Sühne für Mord und Totschlag Anwesen und deren Besitzer im 19.Jahrhundert Gefallen für...............

Wolferstadt im Licht der Ehehaft von 1571

Geschichte der Schule

Kapelle

Quellen der Geschichte: Gemeinderechnungen

Mord und Sühne
Sühnesteine

Mord und Sühne
Conrad Wolf
Hans Rot aus Wolferstadt