Pfarrkirche St. Martin

Vermutlich bestand oberhalb des Reihengräberfeldes in exponierter Lage mit freiem Blick nach Osten zur aufgehenden Sonne eine heidnische Kultstätte, wo Gebets- und Opferhandlungen vorgenommen wurden.

Der im Untergeschoss des Turms der Pfarrkirche aufgefundene römische Grab- oder Weihestein dürfte seinen Platz in diesem „heiligen Bezirk“ gehabt haben

Der langen Kulttradition dieser Stätte folgend wurde nach dem allmählichen Übergang zum Christentum das erste Gotteshaus nicht im Dorf errichtet sondern weitab vom besiedelten Tal auf der beschwerlich zugänglichen Höhe.t

Die exponierte Lage bot außerdem die Möglichkeit, eine Wehranlage im Falle kriegerischer Auseinandersetzungen zu schaffen. So wurde der Kirchhof mit einer mächtigen mit Türmen bestückten Wehrmauer umgeben, hinter welcher die Bevölkerung mit ihrer Habe zumindest kurzzeitig Zuflucht nehmen konnte. „St.Martin auf dem Berg“ wird erstmals anläßlich derKirchenweihe durch Bischof Otto um das Jahr 1195 urkundlich erwähnt

Ottheinrich

In den Wirren der Reformationszeit - Wolferstadt war von 1548 bis 1616 ein evangelischer Ort - wurden auf Geheiß des Pfalzgrafen von Neuburg sämtliche Gemälde, Statuen sowie die gotischen Altäre aus dem Gotteshaus entfernt. Sicherlich ging dabei ein ansehnlicher Bestand kunsthistorisch bedeutsamer Zeugnisse verloren Wahrscheinlich hat nur das Reiterstandbild des hl.Martin diese Zeit überdauert.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts befand sich die alte Kirche in einem äußerst desolaten baulichen Zustand und war außerdem viel zu klein für die zwischenzeitlich stark angestiegene Bevölkerungszahl. Deshalb entschloss sich das Domkapitel als Patronatsherr zu umfassenden Baumaßnahmen. 1740 begannen die Renovierungs- und Umbauarbeiten. Das Langhaus wurde nach Westen erweitert, der Innenraum im barocken Stil ausgestaltet und dem quadratischen Turmunterbau ein Oktogon (Achteck) mit einer Zwiebelhaube aufgesetzt. Das von Franz Xaver Enderle u.a. geschaffene Altarbild zählt neben der gotischen Statue des hl. Martin mit zu den künstlerischen Kostbarkeiten.. Am 19. April 1749 konnte Bischof Anton II. Freiherr von Freyberg das Gotteshaus konsekrieren.


Ein Blick in die Vergangenheit Geschichte der Pfarrei Der Roemerstein von Wolferstadt Hagau Das Ehehaftbuch von 1571 Franzosen in Wolferstadt Geschichtliches von Zwerchstrass
Sühne für Mord und Totschlag Anwesen und deren Besitzer im 19.Jahrhundert Gefallen für...............

Wolferstadt im Licht der Ehehaft von 1571

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Kapelle

Quellen der Geschichte: Gemeinderechnungen

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Die ersten Siedler
Eine Siedlung der Alemannen?
Pfarrkirche St.Martin
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Der Zehentstadel
Das Ende der domkapitelschen Herrschaft
Von der Hofmark zur politischen Gemeinde